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Die Schleppe galt früher als Statussymbol. Diese unnötige Menge Stoff, die am Boden schleift und dadurch auch noch kaputt wird, war früher einer Personengruppe vorbehalten, die es sich leisten konnte, wertvollen Stoff zu zerstören. Je höher der Adelsrang, umso länger die Schleppe, hieß es. Kein Wunder, dass die Schleppe nach wie vor als äußerst edel und nobel empfunden wird.

Beim Brautkleid greift man nun auch gerne zu einem Kleid mit Schleppe. Es symbolisiert Kostbarkeit und sieht überwältigend aus, wenn man zum Altar schreitet. Das Hochzeitskleid ist oft das einzige Kleid, welches man besitzt, das auch eine Schleppe hat. Daher waren alle Bezeichnungen für mich komplettes Neuland.

Zuerst unterscheidet man in

Schleppenlängen:

Die Pinselschleppe ist die kürzeste Schleppenart, welche kaum den Boden berührt, aber dem Brautkleid etwas Fülle verleiht. Da müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass jemand drauftritt oder sie euch im Weg ist.

Die Hofschleppe bezeichnet eine Schleppe bis zu 60cm. Sie berührt schon in voller Breite den Boden, ist aber noch praktisch genug für Outdoorfeiern.

Das perfekte „Mittelding“ ist die Kapellenschleppe mit 2 Metern. Macht schon ordentlich was her, braucht aber nur bedingt eine „Schleppenaufpasserin“, die sie immer wieder zurechtrückt.

Die Kathedrale bezeichnet eine Schleppe mit bis zu 3,5 Metern. Bei dieser Länge ist es notwendig eine Person rund um euch zu haben, die „Schleppendienst“ hat und diese zurecht richtet. Eventuell ist da ein Zweitkleid schon notwendig, wenn die Schleppe nicht abnehmbar oder  zum Hochstecken ist.

Am längsten sind die Königlichen Schleppen mit über 3,5 Metern. Hier kommt ihr weder an der Schleppenaufpasser/in noch am Zweitkleid vorbei. Die königliche Schleppe ist mächtig! Aber auch mächtig unpraktisch.

 

Nun wird noch unterschieden, wo und wie die Schleppe angebracht wird:

Schleppenarten:

Die Rocksaumschleppe beginnt da, wo normalerweise der Rocksaum enden würde. Also die klassische Verlängerung des Rocks.

Die Taillenschleppe wird mit einem Band an der Taille befestigt. Diese kann in den meisten Fällen einfach abgenommen werden.

Die Mantelschleppe wird, passend zum Namen wie ein Mantel getragen und läuft dann hinten als Schleppe in verschiedenen Längen aus.

Die Schleierschleppe bezeichnet einen langen Brautschleier, der bis weit auf den Boden hinunter reicht. Diese Variante ist sehr praktisch, da sie natürlich je nach Lust und Laune später abgenommen werden kann, oder eben durch einen kürzeren Schleier ersetzt werden kann.

 

Wenn man sich für eine längere Schleppenart entscheidet, empfiehlt es sich bereits im Brautmodengeschäft zu probieren, wie gut man sich darin bewegen kann. Wenn man die Schleppe nicht abnehmen kann, so sollte man sich außerdem erkunden, ob man sie stattdessen hochstecken kann (zum Beispiel mit Knopf, dieser kann auch im nachhinein von einer Schneiderin eingenäht werden). In jedem Fall sollte man sich das auch beim Anprobieren gleich ansehen. Wenn sich die Schleppe hochstecken lässt, trägt man sie vermutlich länger oben als unten, daher sollten einem beide Varianten gefallen.

Bis zu einem gewissen Grat ist man gezwungen die Schleppe der Art der Feierlichkeit anzupassen. Wenn man auf einem Schloss mit Saal heiratet, hat man bestimmt vielfältigere Möglichkeiten als am Strand… Außerdem sollte man bedenken, ob eine königliche Schleppe bei einer einfacheren, ansonsten im Boho-Stil dekorierten Feier nicht vielleicht doch ein bisschen zu dick aufgetragen ist. 😉 Im Allgemeinen finde ich aber: Gut ist was gefällt. Ihr sollt euch wie eine Braut fühlen und was die anderen denken ist absolut zweitrangig. Wenn ihr es nicht als zu unpraktisch empfindet steht euch die Schleppenlänge absolut frei. 😉

Findet ihr eine Schleppe unverzichtbar oder eher unnötig?

Was für eine Schleppe wollt ihr bei eurem Kleid haben?

Schreibts in die Kommentare

 

Beispiele:

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Denise
Denise
Gründerin dieses Blogs

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