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Die Fussl Happy Day Hochzeitsausstellung

Am 05.11.2017 besuchten wir die voraussichtlich letzte Hochzeitsausstellung dieses Jahr. Nach Ort im Innkreis ist von uns aus eine Stunde Fahrtzeit zu rechnen. Glücklicherweise fanden wir wirklich direkt vor der Tür einen Parkplatz. An Parkplätzen schien es im Allgemeinen nicht zu mangeln. Als wir den Veranstaltungssaal betraten wurden wir auch gleich von einer „Allee“ aus Brautkleidern von Fussl Happy Day begrüßt. Inzwischen kenne ich sie ja schon etwas leichter auseinander. Die Ausstellung selbst war mit ihren rund 40 Ausstellern eher eine von den kleineren. Das war sehr überschaubar und hat nicht gestört.

Wahrscheinlich lag es auch ein wenig am trüben Wetter und der Tatsache, dass Sonntag Nachmittag war, aber die übliche überschwängliche Hochzeitsemotion, welche wir von anderen Messen kannten, hat uns im ersten Moment nicht eingenommen. Woran es genau lag, lässt sich für mich nicht ganz klarstellen. Aber irgendwie war etwas anders als sonst. Ich kam auch mit den Ausstellern nicht so wirklich ins Gespräch, obwohl einige auch sehr sympathisch wirkten. Was ich aber sicher weiß ist, dass ich bei dem Kaffehäuschen, welches von Hagers Catering betrieben wurde (sofern ich mich nicht irre) den besten Mohn-Streusel-Kuchen meines Lebens kosten durfte. Der war so saftig.

Dann öffneten sich die Pforten zur letzten Modenschau der Ausstellung. Inzwischen habe ich ja einige Modenschauen auf Messen gesehen. Normalerweise quetscht man sich da bei der Hauptbühne zusammen um noch etwas zu sehen, hier jedoch war ein eigener Raum mit ausreichend Sesseln bestückt worden. Der Laufsteg war erhöht und auch von der letzten Reihe wunderbar einsehbar. Zwei DJ´s von LifeRadio lieferten die Musik. Ich fühlte mich wie auf einer Fashion Week in Paris. Hierbei muss ich erwähnen, dass ich noch nie auf einer Fashion Week war und daher keine Ahnung habe, wie sich das anfühlen muss, aber ungefähr so stelle ich mir das vor. Wenn man dem ganzen einen Stempel aufdrücken müsste, könnte man getrost das Wort „Professionell“ drauf stempeln. Wir hatten ideales Timing, denn sobald wir uns gesetzt hatten, kam die Moderatorin auf den Laufsteg. Bei dieser erkannte man sofort, dass sie das hauptberuflich macht. Sie band das Publikum mit ein und man hörte ihr wirklich gerne zu. Sie führte auf gewitzte und sympathische Art durch die Modenschau. Ein gelungener Start.

Die Models und Male-Models betraten den Laufsteg. Die Outfits  waren nummeriert und auf jedem Sitzplatz befand sich ein Zettel und ein Kugelschreiber, auf welchem man sich seine Favoriten eintragen konnte. Und nun kommt meine schwärmerische Lobhymne: Das war mit Abstand die beste Brautmodenschau, die ich dieses Jahr gesehen habe! Die Brautmoden sind schön, keine Frage, aber besonders begeistert war ich davon, wie ausgezeichnet die Models dieses „Hochzeitsgefühl“ transportiert haben. Anstatt mit diesem undefinierbaren Blick vor und zurück zu gehen, strahlten sie… Sie hielten sich an eine Choreografie, die zur Musik passte, drehten sich, tanzten, schwangen Fächer und das alles synchron und unglaublich schön anzusehen. Das erste Mal vermittelten mir Models tatsächlich ein „Gefühl“, wie man es als Brautpaar erlebt und wirkten nicht wie Models in schönen Kleidern und Anzügen… Das war äußerst mitreißend. Wir waren alle verzaubert. Auch meine kleine Tochter saß auf meinem Schoß, klatschte fröhlich zur Musik mit und „flirtete“ mit den DJ´s. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich von einer Modenschau überhaupt so begeistert sein könnte. Aber offensichtlich steckt da mehr dahinter als das bloße Betrachten eines Kleidungsstücks. Man lernt nie aus. Danke für diese Erfahrung. Ich war überwältigt, wie man hoffentlich erkennt und meinen Begleiterinnen ist es nicht anders ergangen. Die Models waren übrigens von Me2 Modelmanagement. So talentierte Menschen! Ihr habt aus einem Kleidungsstück heute ein Gefühl gemacht!

Ein echter Stimmungsmacher war auch der Saxophonist von Auge&so. Er hat immer wieder genial zu der elektronisch abgespielten Musik dazu gespielt und damit alle in seinen Bann gezogen. Das war etwas Besonderes. Toller Musiker. Auch ihm hat man die Freude echt angesehen. Es wundert mich gar nicht, dass die Moderatorin später erwähnte, dass er das ganze Wochenende ausgebucht gewesen war.

Zum Abschluss verabschiedeten sich noch alle mit einer Ehrenrunde inklusive roter Herzluftballons. Und ich beende hiermit auch die Schwärmerei. Ich fürchte, ich habe wohl etwas über die Stränge geschlagen. 😉

Etwas schade ist, dass sich der Samstag für uns organisatorisch nicht ausgegangen ist. Ich war noch nie im Fussl Happy Day Store und hätte mir den gerne angesehen. Sonntags hat der aber natürlich nicht offen. Jetzt muss ich wohl auf den Moment warten, in dem sich meine Braut dort einen Termin ausmacht. Die Spannung steigt.

Allgemein muss ich sagen, dass man klar erkannt hat, dass alles gut organisiert war und es schien alles reibungslos zu laufen. Das einzige, das mir eventuell noch gefehlt hat, war ein Plätzchen zum Wickeln meiner Tochter. Als Mutter hat man zwar so seine Mittel und Wege, aber das wäre trotzdem noch Klasse gewesen. 😉

Ich bin wirklich unglaublich froh, die Hochzeitsausstellungszeit für dieses Jahr mit dieser Ausstellung beendet zu haben. Ich bin glücklich nach Hause gekommen… Noch ganz eingenommen von den Eindrücken. Das war sehr schön. Nächstes Jahr komme ich sicher wieder.

Wer von euch war auch da?

Besucht ihr noch weitere Hochzeitsmessen, oder ist bei euch auch schon Schluss dieses Jahr?

Schreibts in die Kommentare!

Denise
Denise
Gründerin dieses Blogs

1 Comment

  1. Sabsinator sagt:

    Find den Beitrag wirklich sehr schön geschrieben. Bei manchen Stellen zauberte dein Schreibstil mir ein schmunzeln aufs Gesicht. Man bekommt das Gefühl wirklich dabei gewesen zu sein.
    Lg Sabsinator

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